12.08.2019

Deliveroo wirft das Handtuch

Der umstrittene Lieferdienst Deliveroo stellt sein Geschäft im deutschen Markt ein. Schon am 16. August soll Schluss sein, berichten verschiedene Medien einstimmig mit Verweis auf ein Schreiben des Unternehmens an seine Partner. Grund des Rückzugs laut Mitteilung: „die Verdopplung des Umsatzes in anderen Märkten weltweit“, die man nun stärker in den Fokus nehmen wolle. Fahrern, Restaurants und Mitarbeitern würden „angemessene Vergütungs- und Kulanzpakete“ zukommen.  Vor einem Jahr hatte sich Deliveroo bereits aus zehn deutschen Städten zurückgezogen, um sich auf die Metropolen zu konzentrieren. Nach dem Aus hierzulande ist das Unternehmen nun noch in 13 Ländern aktiv. Erst im Mai war Amazon bei dem britischen Unternehmen eingestiegen. Weltweit beschäftigt Deliveroo nach eigenen Angaben 2.500 Mitarbeiter und 60.000 Fahrer. Der Nachruf der Gewerkschaft NGG folgte auf dem Fuße: „Wir weinen dem Unternehmen und seinen Geschäftspraktiken, die komplett auf Scheinselbständigkeit basieren, keine Träne nach. Aber diese sehr kurze Frist zwischen Bekanntmachung und Umsetzung der Geschäftsaufgabe ist ein Schock für die Beschäftigten. Innerhalb weniger Tage verlieren sie ihr Einkommen, also ihre Existenzgrundlage. Auch das zeigt, welche Nachteile dieses Geschäftsmodell birgt“, so der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler.
Auf dem deutschen Markt dürfte Konkurrent Lieferando nun eine übermächtige Stellung einnehmen.

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