05.06.2019

Lila Bäcker: Banken setzen sich gegen Schülke durch

Die insolvente Bäckereikette Lila Bäcker kann Produktion und Vertrieb vorerst weiterführen, wie die Welt berichtet. Die Gläubigerausschüsse hätten dem Konzept der bisherigen Geldgeber - dem Vernehmen nach mehrere Banken - zugestimmt. Gleichzeitig haben sie sich nach Angaben des Berliner Insolvenzverwalters Rolf Rattunde gegen ein Angebot des Unternehmensgründers Volker Schülke aus Vorpommern ausgesprochen, der die Kette erhalten wollte. Diese Entscheidung sei ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Unternehmensgruppe, teilte Rattunde gegenüber dem Nordkurier mit. Jörg Dahms, NGG-Geschäftsführer in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich über die Entscheidung der Gläubiger zugunsten der bisherigen Geldgeber erstaunt: „Wir fordern, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und der Geschäftsbetrieb als Ganzes weitergeführt wird”, fordert er. Nach NGG-Informationen sei nicht bekannt, dass der zweite Bewerber um die Kette sein Angebot zurückgezogen habe. Das sollte die Landesregierung vor einer Entscheidung über die Bürgschaft überprüfen, so Dahms. Unternehmensgründer Volker Schülke, als zweiter Investor im Gespräch, hielt sich zu seinen weiteren Plänen unterdessen bedeckt.

Zu Beginn des Insolvenzverfahrens gehörten zum Lila Bäcker rund 400 Filialen. Insolvenzverwalter und Geschäftsführung scheinten die Zeit bereits zu einer Teilbereinigung des Filialnetzes genutzt zu haben. Der Nordkurier kommt jedenfalls auf 70 Standorte, die inzwischen geschlossen wurden und meldet, dass weitere 100 Fiilalen auf dem Prüfstand stehen sollen. Nach Angaben des Unternehmens können dagegen der größte Teil der Standorte weitergeführt werden.

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