11.03.2019

Grafik: GA Trend Agentur / Ludger Schlautmann

Trend-Leitfaden für die Internorga

Im Back Journal Trendbook zur Internorga finden Sie einen ausführlichen Beitrag von Ludger Schlautmann von der GA Trendagentur zum Thema „Wirkliche und vermeintliche Trends.” Schlautmann beschreibt hier ausführlich, welche Innovationen in den verschiedenen Warengruppen gute Chancen auf einen dauerhaften Platz im Sortiment haben und welche sich wohl als Eintagsfliegen entpuppen werden. Die GA Trendagentur hat zur besseren Orientierung für Ihren Besuch der Internorga einen Leitfaden mit den Trendfeldern entwickelt, den Sie selbst ergänzen können. Den Leitfaden können Sie hier oder auf der Website der GA Trendagentur herunterladen. 

Noch einige Hinweise für die Nutzung des Planers:

• Tipp 1: Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenz als Bäcker. Gemeint sind derzeit die sechs Warengruppen, die für eine Bäckerei in der Erwartungshaltung der Konsumenten liegen. Im Einzelnen sind das die Sortimente Brot, Brötchen, Stückgebäck (aus der Hand zu essen), Kuchen (mit der Gabel zu essen), Snacks und Getränke.
• Tipp 2: Ordnen Sie Trends beziehungsweise Neuheiten den oben genannten  Warengruppen zu. Sollte ein vermeintlicher Trend nicht zu einer Ihrer Warengruppen – sprich Kernkompetenzen – passen, so können Sie die Neuheit erst einmal vernachlässigen. Die Begründung: Die Erwartungshaltung der Konsumenten in die Sortimente ist bereits besetzt. Das liegt daran, dass der rasant gewachsene Wettbewerb der vergangenen zehn Jahre die Konsumenten trainiert und konditioniert hat. Das Vertrauen in Spezialisten ist deutlich gewachsen. Tagsüber Burger bei McDonald‘s & Co., Pasta beim Italiener, Fisch bei Nordsee oder Ähnliches, Eis in der Eisdiele.
• Tipp 3: Erfüllen sie die Standards der Erwartungshaltung und greifen Sie Trends auf.

Kernfrage ist dabei immer, welche Kernkompetenz des Sortiments Sie in den nächsten Monaten stärken möchten. Kurz zusammengefasst sind das:


Brot
(Trend: saftig, Urgetreide, rustikal)
Brötchen
(Trend: Urgetreide, Dinkel, rustikaler und handwerklicher Charakter)
Kuchen
(Trend: Käse, Frucht, Yoghurt, Choco)
Stückgebäck
(Trend: American, Choco, Abwandlungen von Siedegebäcken und Plunder
Snack
(Trend innovative Kreationen – keine Bratwurst & Co.)
Heißgetränke – Coffee
(Trend: Siebträger, Espressospezialitäten wie Caffè Latte, Flat White, Caffè Mocha, Summer-Frozen-Coffees, Cold-Brew nur dann, wenn Starbucks in Deutschland aktiv ist)
Heißgetränke – Tee
 (Trend: „Fine cut“ als Tassenportionsbeutel)
Heißgetränke – Hot Chocolate
(Trend: brown, white chocolate; süß, sämig)
Rund um die Servicestation
(Trend: brauner und weißer Zucker, weniger Plastik)
Kaltgetränke
(Trend: Schorlen (PET), möglichst Nischenmarken
Nachhaltigkeit: (Wiederverwendbare Coffee-to-go-Becher mit Schraubverschluss, verschiedene Designs, gegebenenfalls eigenes Branding)

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Frühschoppen 2019 ist online

Vom Bäcker zum Bürokraten? Die behördengemachten Belastungen stand im Mittelpunkt des Frühschoppens auf der Internorga. Den Mitschnitt können Sie sich hier ansehen:  Klick mich.


 

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