29.01.2019

Patisserie Holding insolvent

Die britische Gesellschaft Patisserie Holding, Muttergesellschaft der Konditoreikette Patisserie Valerie, verfügt laut eigener Pflichtveröffentlichung nicht mehr über die erforderlichen Mittel, fälligen Verbindlichkeiten nachzukommen. Daher habe die Holding das Unternehmen KPMG als Insolvenzverwalter eingesetzt, wie die Börsen-Zeitung berichtete. In 121 Filialen der Patisserie Valerie gehe der Geschäftsbetrieb weiter, 70 Niederlassungen sollen jedoch geschlossen werden. Zu der Patisserie Holding gehören außerdem die Marken Druckers Vienna Patisserie, Philbotts, Baker & Spice und Flour Power City. Die Angaben, dass die Holding im Juni 2018 noch mit 511 Millionen Pfund bewertet wurde und liquide Mittel von 28.8 Millionen Pfund auswies, stellten sich laut Börsen-Zeitung als unzuverlässig heraus. Stattdessen weise die Firma eine Nettoverschuldung von 9,8 Millionen Pfund auf. Geschäftsführer Luke Johnson versuchte die sich anbahnende Krise zunächst noch mithilfe zinsfreier Kredite in Höhe von 10 Millionen Pfund und einer Brückenfinanzierung von 10 Millionen Pfund abzuwenden. Die Versuche blieben jedoch erfolglos - der Verlust wird auf 189 Millionen Pfund geschätzt. Der ehemalige Finanzchef der Holding, Chris Marsh, wurde vorläufig festgenommen, kam aber auf Kaution wieder frei. Der Financial Reporting Council überprüft nun den Wirtschaftsprüfer der Patisserie Holding, der die fehlerhaften Bücher seit 2006 führt. (jb)

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