09.08.2018

Adolf Fritsch verstarb am 2. August in Prag. (Foto: Fritsch)

Adolf Fritsch verstorben

Die Fritsch Gruppe trauert um ihren Seniorchef Adolf Fritsch. Der Mitbegründer und langjährige geschäftsführende Gesellschafter des Familienunternehmens im unterfränkischen Markt Einersheim verstarb am 2. August 2018 im Alter von 89 Jahren in Prag.

Adolf Fritsch wurde 1929 in Wiese im ehemaligen Sudetenland geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich seine Familie im Raum Kitzingen nieder. Dort nahm sein Vater Alois die bereits 1926 im Sudetenland begonnene unternehmerische Tätigkeit wieder auf und gründete 1948 in Markt Einersheim die Firma Alois Fritsch. Bereits in der Jugend trat Adolf Fritsch in das Familienunternehmen seines Vaters ein und half beim Aufbau der Firma. Parallel dazu absolvierte er sein Maschinenbaustudium in Würzburg und leitete ab 1961 als alleiniger Geschäftsführer das Unternehmen.

Unter seiner Leitung verdoppelte sich die Unternehmensgröße. Es gelang Adolf Fritsch, das Vertriebsnetzwerk auf internationaler Ebene zu entwickeln und stabile, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Darüber hinaus wurde das Rollfix Maschinenprogramm durch innovative Neuentwicklungen, wie zum Beispiel die Druckteilmaschine Teilfix für roggenhaltige Brotteige, deutlich erweitert. Damit legte er den Grundstein für die heutige Weltmarktstellung der Gruppe.

Adolf Fritsch ging seiner unternehmerischen Tätigkeit mit Leidenschaft und Herzblut nach und verfügte über eine ausgeprägte praktische Veranlagung. Der gute Ruf des Unternehmens begründete sich in dieser Zeit nicht zuletzt darauf, dass Adolf Fritsch bei Bedarf selbst zum Schraubenschlüssel griff, um seinen Kunden vor Ort zu helfen. Er legte immer Wert auf gute und vertrauensvolle Beziehungen zu seinen Mitarbeitern und Kunden.

1996 übergab Adolf Fritsch die Leitung des Unternehmens an die dritte Generation, seinen Sohn Klaus Fritsch, der das Unternehmen weiter erfolgreich ausbaute. Seit 2016 sind auch dessen Kinder Anna-Maria, Elisa und Jan als Mitgesellschafter am Unternehmen beteiligt. Heute beschäftigt die Fritsch Gruppe knapp 600 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz in Höhe von etwa 100 Millionen Euro.

Adolf Fritsch engagierte sich neben seiner Arbeit als Unternehmer viele Jahre im Gemeinderat von Markt Einersheim sowie im Kreisrat von Kitzingen. Für seine Verdienste wurde Adolf Fritsch im Jahre 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

[zurück]


 

abonet+ Login


 

Marktkieker: Jetzt Plätze sichern

Am 10. November steigt die Marktkieker-Gala im Adlon in Berlin. Weitere Informationen finden Sie hier.


Das neue Back Journal

Das Magazin für Filialbetriebe und Premiumbäcker

Inhalt der
Back Journal
Ausgabe September



Der Inger Buchladen