07.11.2017

Neues vom Rechtsstreit Hans im Glück vs. Peter Pane

Die Auseinandersetzung zwischen dem Münchener Unternehmen Hans im Glück und der Paniceus Gastro Systemzentrale aus Hamburg kam am 7. November 2017 vor dem Münchner Landgericht zu keinem Ergebnis und wurde vertagt. Dennoch versandten beide Seiten flugs Pressemitteilungen, die den Sachverhalt gänzlich anders deuteten. Zum Hintergrund: In dem Prozess geht es um Schadensersatzforderungen, die beide Parteien gegenseitig stellen. Patrick Junge, der bis 2012 Geschäftsführer der Bäckerei Junge in Lübeck war, betrieb als Franchisepartner mehrere Hans im Glück Restaurants. Diese Verträge seien unerwartet gekündigt worden, wie Junge bemängelt. In zwölf der Restaurants hat der Unternehmer daraufhin sein eigenes Konzept Peter Pane umgesetzt. Das Gericht habe nun einen Beschluss herausgegeben, der die von Hans im Glück ausgesprochene Kündigung wegen angeblicher Vertragsverstöße als unwirksam bezeichne.  

 

Hans im Glück wirft Paniceus und deren Geschäftsführer Junge vor, mehrfach gegen die Richtlinien des Franchisevertrages verstoßen zu haben und fordert Schadensersatz in Höhe von 9,3 Millionen Euro. Das Münchener Unternehmen interpretiert den Aufschub des Urteils nicht als Niederlage und verweist darauf, alle bisherigen juristischen Auseinandersetzungen gegen Paniceus und Junge gewonnen zu haben, nicht zuletzt den Plagiatsvorwurf gegen Peter Pane im Hauptverfahren.

Paniceus sah dagegen im Gerichtsbeschluss einen wichtigen Etappensieg. Ganz explizit wird dieser als ein Rückschlag für Hans im Glück bezeichnet, da die Kündigung als unwirksam ausgewiesen wurde. Junge: „Die Richter haben sich tief in den komplexen Sachverhalt eingearbeitet und unsere grundsätzliche Einschätzung bestätigt. Dass ein von uns angebotener Vergleich von Hans im Glück in der Vergangenheit nicht akzeptiert wurde, führte zu der Notwendigkeit, den Prozess fortzuführen."

Unterdessen teilte Paniceus mit, dass der Umsatz der Peter-Pane-Restaurants in den ersten drei Quartalen 2017 gegenüber dem Vorjahr um 40,3 Prozent gestiegen sei. Das Unternehmen fährt ein Expansionskonzept und möchte die bisherigen 20 Standorte bis 2019 durch 22 weitere Restaurants ergänzen. (kn)

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