05.10.2017

Acrylamid: gesetzliche Höchstgrenze vorerst vom Tisch

Ab Frühjahr 2018 sollen Lebensmittel nach einer EU-Verordnung weniger Acrylamid enthalten – jedoch ohne gesetzliche Höchstgrenze. Dem Entwurf dazu stimmte der EU-Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) zu. Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks begrüßte die Entscheidung, eine Ablehnung hätte eher „vom Regen in die Traufe" geführt, als dazu, das Thema vom Tisch zu bekommen. Der Verband bezeichnete das Ergebnis als „ausgewogenen Kompromiss zwischen dem Wunsch der Kommission, den Acrylamidgehalt in Lebensmitteln zu senken, und unserer Forderung, kleine und mittlere Betriebe vor überbordendem bürokratischem Aufwand zu bewahren." Ein gesetzlicher Höchstwert hätte demnach dramatische Folgen für die Handwerksbäcker gehabt. Susanne Döring, Generalsekretärin des europäischen Großbäckerverbandes AIBI, kam dagegen vor Monaten in einem Interview mit dem Back Journal zu einer nicht ganz so positiven Einschätzung: „In der neuen Verordnung finden wir nun den Begriff des „Benchmarks", und der ist langfristig für die Bäcker ebenfalls gefährlich: Wird ein Benchmark bei Kontrollen regelmäßig in hohem Maße überschritten, kann es dazu führen, dass das Gebäck aus dem Markt genommen werden muss. Auf jeden Fall muss der Bäcker nachweisen, dass die Maßnahmen zur Reduktion von Acrylamid verbindlich angewendet wurden." (lo)

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