07.08.2017

Viele Eier fliegen derzeit aus dem Sortiment von Lebensmittelhändlern und Discountern. Foto: Dylwack / Pixabay 2017

Eier-Skandal weitet sich aus – Bäcker bisher anscheinend nicht betroffen

Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier beschäftigt derzeit ganz Deutschland. Nach neuesten Erkenntnissen wurden laut einer Meldung des NDR nicht nur drei Millionen, sondern zehn Millionen verseuchte Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert. Und die Zahl wächst von Tag zu Tag. Inzwischen sei von zwölf betroffenen Bundesländern auszugehen, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gegenüber dpa. Allerdings gibt die EU Entwarnung, und auch das Bundesinstitut für Risikobewertung betont, dass die bislang ermittelten Friponil-Werte für Erwachsene ungefährlich seien. Dennoch: Verbraucher reagieren verunsichert, und Lebensmittelhändler wie Discounter nehmen die Eier aus dem Sortiment. Doch reicht es aus, Chargennummern abzugleichen?

Wichtig zu wissen: Friponil baut sich weder beim Kochen noch beim Backen ab. Im Klartext heißt dies: Lebensmittel, in denen belastete Eier stecken, enthalten womöglich auch Fipronil. Landet das Insektizid also auch beim Bäcker? Dem Verband Deutscher Großbäckereien ist derzeit noch kein Fall bekannt. Die aktuelle Informationslage über betroffene Geflügelbetriebe ändere sich aber so schnell, dass der Verband nach einer ersten Information an alle Mitglieder die Entwicklung kritisch beobachte – heißt es aus Düsseldorf. Ähnlich geht auch der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks vor: Er teilte in einem Rundschreiben die Chargennummern der belasteten Eier mit, die als sogenannte gesperrte Ware sofort aus dem Verkauf genommen werden müssen.

Verschiedene Bäkos haben reagiert und ihre Mitglieder informiert. So gab die Bäko West bekannt, dass alle Lieferanten von Eiprodukten, eihaltigen Halbfertig- und Fertigprodukten angeschrieben worden seien. Ein Großteil der Unbedenklichkeitsbescheinigungen liege inzwischen vor, und bei keiner der bekannten Untersuchungen sei der Grenzwert bislang überschritten worden. Das bestätigte auch die Ebäcko aus Münster. Die Genossenschaft veranlasste zusätzlich gründliche Analysen der gelieferten Produkte. (hvb)

 

 

 

 

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