03.05.2017

Peter Pane versus Hans im Glück: Kein Vergleich vor dem Landgericht München

In dem Rechtsstreit zwischen den System-Burgerkonzepten Peter Pane und Hans im Glück hat es vor Gericht keine Einigung gegeben. Über die Hintergründe des Rechtsstreits gab ein Vertreter des Peter Pane-Inhabers Patrick Junge folgende Erklärung ab:

Lübeck, 3. Mai 2017 - Die seit über einem Jahr andauernde juristische
Auseinandersetzung zwischen Hans im Glück und der Paniceus Gastro
Systemzentrale GmbH konnte heute nicht durch einen Vergleich vor dem
Landgericht München beendet werden.
So wird der Prozess nun in der Hauptsache verhandelt. Der
Paniceus-Inhaber Patrick Junge wird sich zwischenzeitlich auf den
Ausbau seiner Peter Pane Restaurants konzentrieren, die er als
Geschäftsführer in der neu formierten Peter Pane-Gruppe führt.

Die Ausführungen des Gerichts haben Paniceus in seiner Rechtsposition
bestärkt. Dennoch wäre Patrick Junge bereit gewesen, in einem
wirtschaftlich vertretbaren Rahmen an einem Vergleich mitzuwirken.
Doch Hans im Glück blieb uneinsichtig.

Vordergründig geht es um vermeintliche Verstöße des Franchisenehmers
Paniceus, die zu einer - vollkommen ungerechtfertigten - Kündigung
des Franchisevertrags durch Hans im Glück geführt haben. Diese
Kündigung mit den anschließenden juristischen Auseinandersetzungen
hat für Paniceus zu Schäden in Millionenhöhe geführt. Auf den Ersatz
dieses Schadens klagt die Gesellschaft. Demgegenüber reklamiert Hans
im Glück, ebenfalls Schäden durch die - selbst ausgesprochene -
Kündigung des Franchisevertrags erlitten zu haben.

Tatsächlich geht es in diesem Gerichtsprozess allerdings - so haben
die Ausführungen der Anwälte heute gezeigt - um die überaus rabiaten
Geschäftsmethoden des ehemaligen Hans im Glück-Geschäftsführers
Thomas Hirschberger. So begründet die unerwartete Kündigung des
Franchisevertrages den Verdacht, dass der Franchisenehmer Paniceus in
wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht werden sollte, um ihn dazu
zu bewegen, Hirschberger die zwölf Filialen in Norddeutschland unter
Wert zu verkaufen. Paniceus hatte bereits 12 Millionen Euro in diese
Standorte investiert, so dass die Vermutung nahe lag, dass er
empfindliche Umsatzeinbrüche durch die abgebrochenen Zulieferungen
des Franchisegebers nicht lange durchhalten würde. Tatsächlich hat
Paniceus jedoch nochmals erheblich in die Betriebe investiert und das
Gastronomiekonzept Peter Pane realisiert.

Erstmalig in der Geschichte der Systemgastronomie in Deutschland ist
es gelungen, aus der Situation einer nicht vorhersehbaren Kündigung
eines Franchisevertrages binnen weniger Wochen ein vollkommen neues
Systemkonzept aufzubauen, das sich noch dazu spürbar erfolgreicher
entwickelt als das ursprüngliche Franchisekonzept.

"Gerne hätten wir heute den Prozess mit einem für beide Seiten
akzeptablen Vergleich beendet. Nun werden wir selbstbewusst unser
Recht vor dem Landgericht München weiter durchfechten", sagt
Geschäftsführer und Inhaber von Paniceus, Patrick Junge. "Unabhängig
von den gerichtlichen Auseinandersetzungen werden wir den
Expansionskurs mit dem sehr erfolgreichen Systemkonzept Peter Pane
fortsetzen."


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